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BALKAN Frühling 2024

4 Länder, 29 Champion Titel, 4 x CRUFTS Qualifikation 2025


 

Am Mittwoch, 13. März 2024 sind wir zur verrückten Tour "BALKAN Frühling 2024" durch 10 Länder gestartet.

Das Wohnmobil gut gepackt, 6 Whippets und 1 Continental Bulldog Mädchen wurden angeschnallt und los ging es. Über Österreich, nach Ungarn, durch Serbien und um dann in Nordmazedonien anzukommen.

Besonders erwähnenswert sind die Toiletten auf den Autobahnraststätten in Serbien. Blitzblank sauber, da kann sich manche Raststätte in Deutschland „eine Scheibe abschneiden“. Doch zum Thema „Toiletten“ berichte ich noch an anderen Stellen dieses Reiseberichtes.

Die Reise war problemlos, wir wurden an den Grenzen kaum kontrolliert, sind wir wohl als reiselustiges Rentnerehepaar mit Wohnmobil durchgegangen. Auch unsere Hunde wurden zum Glück ignoriert, worüber ich sehr glücklich war. Man weiß nie, an welchen Grenzpolizisten man geraten kann, obwohl meine Hunde „alle Stempel“ und Impfungen haben.

Wir folgten den gut ausgebauten Autobahnen des Balkans und später der Straße nach Griechenland, die in einem bemerkenswerten schlechten Zustand ist.

Die Natur war beeindruckend, die Straßen auch und den Vogel hat das Plumpsklo an der Straße abgeschossen, das an eine Raststätte im Mittelalter erinnerte. 

In Nordmazedonien haben wir dann die schönen Straßen verlassen und mussten durch das Gebirge fahren, bis wir auf holprigen Straßen Prilep erreicht haben. Peter hatte schon vorausgedacht und unser Wohnmobil mit einem zusätzlichen Strahler ausgestattet, der die Straßen in der Dunkelheit gut ausleuchtet. So wurde unser Wohnmobil von Schäden durch unvorhersehbaren Löchern verschont, denen wir ausweichen konnten.

 

 

In Prilep durften wir gleich an der Ausstellungshalle parken, die sich doch deutlich von unseren Vorstellungen eines Ausstellungsgeländes unterscheidet. Überall Müll und auch die Toiletten haben einen anderen Stellenwert oder um es schlichtweg zu sagen: Es gibt keine "vernünftigen" WC-Anlagen.

Alle waren unglaublich nett, hilfsbereit, freundlich - wir waren herzlich willkommen und haben uns sehr wohl gefühlt......und auch die Toiletten haben uns nicht gestört - unsere Toilette hatten wir im Wohnmobil dabei.

Bereits in Nordmazedonien waren wir sehr erfolgreich.

Stolz haben wir folgende Gewinne im Gepäck mitgenommen:

 

Anni: 1 x Gewinner Gruppe X (die Windhundgruppe) 1 x BOB (Bester der Rasse), 2 x JBOS (Jugendgewinner Hündinnen/Whippets) und neuer Jugendchampion Mazedonien

Champus: 1 x Gewinner Gruppe X, 1 x BOB, 2 x BOS, 2 x JBOB, 1 x JBOS und neuer Jugendchampion Mazedonien

Hermine: 1 x Gewinner Gruppe X1, 1 x BOB, 1 x BOS und neuer Champion „Mazedonien“ & „Grandchampion“

Wilhelmine „Willy“: 3 x V 1 und neuer Champion „Mazedonien“ & „Grandchampion“ Mazedonien“

Feather: 3 x V 1 und neuer Champion „Mazedonien“ & „Grandchampion“

Und natürlich war unsere Conti-Hündin Annabell auch sehr erfolgreich.

 

Fröhlich haben wir uns von Nordmazedonien verabschiedet und haben uns auf den Weg zur nächsten Ausstellung gemacht. Für 271 km haben wir schlappe 6 Stunden benötigt…...

 

Der nächste Stop war Prizreni im Kosovo.

Auch dort wurden wir freundlich empfangen. Die Ausstellung hat im Stadtpark stattgefunden, ein tolles Gelände, wenn es nicht regnet.

Eine Straßenhund-Gang lauerte auch gleich um die Ecke, sie waren ungefährlich, gut gefüttert und mit einer großen Klappe von Mutter Natur ausgestattet.

In dem Park waren viele Familien unterwegs, die Schule hatte den Sport nach draußen verlegt, eine große Cafeteria in der Mitte war gut besucht, während gegenüber gebaut wurde. In einem tollen kleinen Restaurant hat es super leckere Cevapcici gegeben und in diesem bunten Treiben hat eine Hundeausstellung stattgefunden.

Ein Hühnerzüchter kam vorbei und hat seine unglaublich großen Vögel vorgestellt, Schnaps hat es in großen Mengen zu kaufen gegeben, es war ein lustiges Treiben! 

Nirgendwo war kein Chaos. Die Ausstellung war wieder erstklassig organisiert, es war ein lustiges Fest und viele Einheimische hatten einen ordentlichen Spaß, uns zu beobachten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So können Ausstellungen auch sein!

 

Am nächsten Tag hat es der Wettergott nicht gut gemeint. Aber ein guter Ausstellungsleiter denkt voraus und ruckzuck haben am nächsten Tag auf dem Weg Zelte für uns gestanden. Es kann alles so herrlich unkompliziert sein!

Kosovo – wir kommen wieder und das nicht nur, weil wir so erfolgreich waren! Es hat uns gefallen!

 

Hier die Erfolge:

Sarah: 1 x Res. Best in Show, 1 x 1. Platz Gruppe X , 2 x BOB, Crufts Qualifikation und neuer Champion Kosovo

Anni: 1 x Jugend Best in Show, 1 x Res. Best in Show, 1 x BOB, 3 x JBOB, Crufts Qualifikation 2025 und neuer Jugend GrandChampion Kosovo

Champus: 3 x BOS, 3 x JBOB, Crufts Qualifikation 2025 und neuer Jugend GrandChampion Kosovo

Wilhelmine „Willy“: 3 x V 1 und neuer Champion Kosovo

Hermine: 3 x V 1 und neuer Champion Kosovo

Und auch unsere Annabell, die Conti-Dame, war wieder erfolgreich.

 

 

So machen Ausstellungen Spaß und so haben wir uns auf dem Weg nach Montenegro gemacht.

Meine absolute Lieblingsstrecke wartete auf mich – die Straße vom Kosovo nach Albanien. Natur pur, beeindruckend…...es fasziniert mich immer wieder! Sollten Sie einmal diese Strecke fahren, nehmen Sie sich Zeit und lassen Sie die Natur in all ihrer Rauheit auf sich wirken.

Über Albanien kamen wir in Montenegro an. Ein wunderbares Stückchen Erde hatten die Veranstalter ausgesucht, auch wenn es sehr aufwendig ist, dieses Stückchen Erde mit dem Auto zu erreichen. Reist man von Deutschland an, muss man sogar auf eine Fähre zurückgreifen.

Die Location war beeindruckend, ein Geheimtipp. Ein riesiges Eventgelände, das noch ausgebaut wird. Es wird an nichts gespart, das Restaurant ist ein kulinarisches Highlight. Das Fleisch stammt von Tieren, die auf dem Gelände erstklassig gehalten werden.

Wir hatten 2 Tage „ausstellungsfrei“ und haben mit dem Wohnmobil mit Blick auf das Meer gestanden...kostenlos! Strom, Wasser, WLAN – alles kein Problem. Ganz ehrlich: Hundeshows können schön sein!

 

 

 

 

Und auch am 2. Ausstellungstag wurde Regen angesagt, so wurde wieder ruckzuck ein großes Eventzelt aufgebaut. Auf dem Balkan ist vieles problemlos, in Deutschland nicht umsetzbar. Der Regen hat uns dann nach der Ausstellung eiskalt erwischt, doch dazu später mehr.

Auch in Montenegro waren alle Cherubim`s Royal erfolgreich – natürlich auch die Continental Bulldog Dame Annabell!

Und so fuhren wir mit folgenden Titeln fröhlich Richtung Bosnien-Herzegowina, ohne die geringste Ahnung, was uns auf der Fahrt noch erwarten sollte:

 

Sarah: 3 x BOB, 2 x 1. Platz Gruppe X, 1 x Platz 2 Gruppe X und neuer Champion Montenegro

Anni: 1 x 2. Platz Jugend Best in Show, 2 x JBOB und neuer Jugend Champion Montengro & Jugend Grandchampion

Wilhelmine „Willy“: 3 x CAC und neuer Champion Montenegro & GrandChampion, Balkan-Champion

Feather: 3 x CAC und neuer Champion Montenegro

Champus: 3 x BOS und neuer Champion Montenegro

Und dann hat es uns richtig erwischt! Bereits auf der Abfahrt von Montenegro nach Bosnien/Neum hat es gedonnert, doch was das im Balkan bedeuten kann, durften wir live verleben.

Mit der Fähre haben wir noch über einen großen See gesetzt und dann ging es steil bergauf.

 

Und immer weiter hinauf, Nebel hüllte das Wohnmobil ein. Die Sichtweite war keine 2 Meter, Peter hat sich kaum an der Fahrbahnmarkierung orientieren können, während ich auf das Navi gestarrt habe, um Kurven etc. ankündigen zu können. Flugs war der Nebel weg und dann kam der Hagel. Hagel, der 20 cm hoch gelegen hatte und der kurz vor uns herunter gekommen sein mußte.

Und das noch immer auf einer Fahrt steil bergauf…….Dunkel, ein schweres Gewitter über uns, Hagel auf der Straße, der das Fahren fast unmöglich gemacht hatte. Peter hat es hinbekommen und wir fuhren weiter und weiter bergauf. So ein Wahnsinn!

Auf einmal stand auf der anderen Fahrbahnseite ein Sprinter und signalisierte uns, anzuhalten. Ich hätte da nie angehalten, Peter schon. Er war in Sorge, dass der Fahrer Hilfe benötigte.

Die brauchte er nicht direkt, doch sein Kollege schon. Der Fahrer hat sich als Grenzpolizist herausgestellt, der das Handy seines Kollegen versehentlich mitgenommen hatte. Bei dem Wetter konnte er nicht umkehren und so hat er uns das Handy anvertraut.

 

Noch nie wurden wir an einer Grenze so freudig empfangen! Ein junger Kerl ohne Handy, er war so selig, sein Iphone wieder zu haben! So einfach kann man Grenzpolizisten glücklich machen!

 

Stellen Sie sich die Szene einmal in Deutschland vor? Unmöglich!

 

Interessanterweise war das Wetter in Bosnien-Herzegowina sofort besser und so erreichten wir nach 4,5 Stunden Neum, obwohl die Strecke nur 179 km lang war. Hajo Oschinski hatte schon für Strom gesorgt und so haben wir direkt am Ring das Wohnmobil geparkt – wieder mit Blick auf die Adria.

Neum bei Nacht! Direkt am 

Meer......

 

 

 

 

Das Leben ist schön, auch ohne die sensationellen Erfolge, die unsere Whippets weiterhin gewinnen konnten. Vorab: Annabell habe ich nicht ausgestellt – sie ist schon Champion in Bosnien-Herzegowina, genauso wie Sarah und Champus, der mit knapp 9 Monaten den Titel Jugend Champion in Bosnien-Herzegowina zu erkannt wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Feather: 1 x 1. Platz Gruppe X, 1 x BOB, 1 x BOS,

Wilhelmine „Willy“: 1 x Res. Best in Show, 1 x 1. Platz Gruppe X, 1 x BOB und neuer Champion Bosnien-Herzegowina

Hermine: 3 x CAC und neuer Champion Bosnien-Herzegowina

Anni: 1 x Res. Best in Show Junior, 3 x JBOB und neuer Jugend Champion Bosnien-Herzegowina

Sarah hat die Bedingungen für den Internationalen Champion erfüllt. Auch Anni ist jetzt Internationaler Jugend Champion und wartet auf die Bestätigung durch die FCI (das ist der Weltverband).

 

Im Balkan ist es durchaus üblich, die Aussteller einzuladen. Und so  hat es viel Wein, Wasser, Schinken und Käse gegeben. 

 

An dieser Stelle haben wir uns von dem Balkan verabschiedet, obwohl wir eigentlich noch weiter nach Albanien und Serbien reisen wollten, wo auch tolle Dogshows auf uns gewartet hätten.

Doch in der Firmen (The Royal Dog and Cat & Heinersberger Feinkost) hatte sich viel Arbeit angesammelt, obwohl wir unterwegs auch gearbeitet haben. Und letztendlich war es auch schön, Ostern mit unseren Kindern zu Hause auf dem Heinersberg verbracht zu haben.

So sind wir 3.800 km in knapp 2 Wochen gefahren, haben insgesamt die Wahnsinnssumme von 4.000 Euro für Ausstellungsmeldungen und Titelbestätigungen (für das Ausstellen der Titelurkunde fällt je Titel 40 Euro an) ausgegeben und haben mit unseren Hunden viel mehr gewonnen, als wir uns je vorgestellt haben.

Nicht alle Titel sind hier aufgeführt, die meisten Leser interessiert es nicht. Wie übrigens auch die meisten Welpenkäufer! Der Besuch von Hundeshows ist ein Hobby, eine Leidenschaft und vermutlich ist der Besuch einer Hundeausstellung auch eine Form der eigenen Selbstdarstellung. Aber das gehört jetzt nicht unbedingt hier her, darüber berichtet ich an einer anderen Stelle.

Jetzt freuen wir uns über die Erfolge mit unseren bezaubernden Hunden.

Wir haben Unmengen an Geld für Sprit und Maut ausgegeben, haben Menschen und Länder kennen gelernt und durften andere Kulturen und deren Lebensweise studieren.

 

Und dabei hatten wir immer unsere Hunde, unser Bett und ja – das muss man in diesen Ländern auch sagen – unsere Toilette dabei!

Kein Robinson-Club der Welt und keine Kreuzfahrtreise kann uns unsere Erlebnisse nehmen!

 

Wir planen im Herbst eine Reise nach Moldawien und wir sind auf dieses Land unglaublich gespannt! Eine Reise durch Rumänien in ein Land, das ständig in der Furcht eines Angriffskrieges von Russland lebt und das doch so spannend sein wird!

Wir freuen uns auf eine weitere aufregende Abenteuerreise!

Eure Katta & Peter

mit

Cherubim`s Royal Champus,

Cherubim`s Royal Zimt & Zucker

, Cherubim`s Royal Quality Sarah,

Cherubim`s Royal Wunderkind Wilhelmine,

Beauval Cottage Farm's So Much Love

& natürlich Cherubim`s Royal, unsere Contintental Bulldog Hündin.

"Wenn einer eine Reise tut, kann er was erleben......"

Bevor wir Serbien verlassen haben, haben wir auf dem letzten Parkplatz  vor der Grenze die Hunde die Beine vertreten gelassen. Doch die Rückkehr auf die Autobahn sollte sich schwierig gestalten. Die LKW-Fahrer hatten keinen Platz für auffahrende Fahrzeuge gelassen, es wurde rangiert, geschimpft - es war ein Schauspiel der Extraklasse! 

An der Grenze kann man manchmal Stunden stehen...Zum Glück ging bei uns die Einreise nach Nordmazedonien fix!